
Klimaanlagen sind nicht wartungsfrei. Sie sollten alle zwei Jahre von einer Fachwerkstatt überprüft werden. Denn ohne Wartung verliert die Klimaanlage nach und nach ihre Kühlleistung und kann schließlich komplett ausfallen. Dann wird es aber teuer für den Autofahrer.
Die Klimaanlage ist ein geschlossenes System und steht ständig unter Druck. Sie unterliegt wie viele andere Teile auch einem natürlichen Verschleiß. Dichtungen und Schläuche altern und werden durchlässig, der Kompressor, zuständig für den Druck, dreht mit bis zu 10.000 Umdrehungen pro Minute und muss daher geschmiert werden.
Kältemittel ist flüchtig
Durch die Schläuche und Dichtungen verliert eine Klimaanlage bis zu 15 Prozent Kältemittel pro Jahr. Die Kühlleistung lässt Schritt für Schritt nach. Gleichzeitig wird die Anlage höher belastet, um die gewünschte Temperatur im Innenraum zu erreichen. Da das Kältemittel auch für die Schmierung zuständig ist, kann zu wenig davon im System zu einem Totalausfall des Kompressors führen, wenn dieser trockenläuft. Ein Teufelskreislauf mit teurem Ausgang: Eine Reparatur kostet bis zu 1.000 Euro.
Daher ist eine regelmäßige Überprüfung der Dichtheit der Anlage und ein Wiederauffüllen des Kältemittels für eine optimale Funktion unerlässlich. Alle zwei Jahre sollte man das Auto zum Klima-Check in die Fachwerkstatt bringen, um größere Schäden zu verhindern.
Auch der Innenraumfilter sollte alle 15.000 Kilometer ausgetauscht werden. Er filtert nämlich Staub, Schmutz und Pollen aus der Luft. Nach circa einem Jahr ist der Filter gesättigt. Dadurch vermindert sich der Luftdurchlass, sodass der Innenraumgebläsemotor stärker belastet wird. Wegen des verschmutzten Filters nimmt die Luftfeuchtigkeit im Innenraum zu und die Scheiben beschlagen. Zudem reagieren die Schmutzpartikel irgendwann mit der Luftfeuchtigkeit. Dadurch entstehen unangenehme Gerüche, die auch allergische Reaktionen hervorrufen können. Bei starker Verschmutzung des Filters lohnt sich deshalb auch eine Klimaanlagen-Desinfektion.
Ein kompletter Klima-Service umfasst:
Sommerzeit ist Reisezeit. Viele machen sich mit ihrem Auto auf den Weg nach Norden, Süden, Osten oder Westen. Damit der unbeschwerten Reise in den Urlaub nichts im Wege steht, sollte der Packesel vor der langen Fahrt auf jeden Fall zum Urlaubs-Check.
Ein durchschnittliches Fahrzeug wird am Tag weniger als 40 Kilometer über Landstraße oder im Stadtverkehr bewegt. Dabei sitzen durchschnittlich 1,5 Personen im Auto. Diese Belastung ist wie Spazierengehen. Man kommt nicht außer Atem oder ins Schwitzen.
Bei der Urlaubsfahrt sitzen 4 bis 5 Personen plus Gepäck im Auto, 1.000 Kilometer auf der Autobahn, über Alpenpässe und durch Staus. Zum Vergleich also eher ein Marathon. Das ist Schwerstarbeit für das Auto. Und deshalb sollte es beim Urlaubs-Check für die Fahrt fit gemacht werden.
Der Urlaubscheck ist keine Inspektion. Hauptaugenmerk legt die Werkstatt auf den Stand der wichtigen Flüssigkeiten und den Zustand der wichtigen Bauteile.
Der Urlaubs-Check: